Autor


Dieter Straub

mit einem Nachwort von Udo Christoffel

Format

190 × 95 mm

Seiten

74

Englische Broschur
Mit illustrierten Zwischentiteln

ISBN

978-3-930752-34-8

Über das Buch

Dieter Straub genießt unsere Bewunderung für seine ›Kunst des Schreibens‹ und die Kraft, den ganzen Reichtum unserer inneren und äußeren Welt immer wieder neu mit Worten künstlerisch zu gestalten.

Dieter Straub hat sein Arkadien im Land der Griechen gefunden, im Land der Götter, der Dichter und der Quellen der abendländischen Philosophie. Wie bei der Zeit der Olive ist auch der vorliegende Band in drei Teile gegliedert. Am Anfang steht eine raumgreifende Ortsbestimmung, mit teilweise politischen Andeutungen, aber schon auf dem Weg zur Botschaft der Sonne. Die Gedichte verbinden Mythos, frühe Geschichte, Zeit und Natur. Der zweite Teil beginnt mit dem Tübinger Stift Hölderlin – Apollon. Ich interpretiere dieses Gedicht als eine Art Fazit, eine vorläufige Bilanz seines Lebens. (...)

Die Sonne bringt das Licht und Licht ist Leben. Die Sonne oder das Licht, der Ursprung unser es Lebens spielen, verbunden mit dem Begriff der Zeit, eine große Rolle in Dieter Straubs Gedichten der letzten Jahre. Einem Zeitbegriff freilich, der stets erlebten Inhalt, bewusstes Ahnen und demütig verehrte Ewigkeit vertritt.

Udo Christoffel

Wo meine Augen Wohnen / In der Nähe der Wörter

Inhalt

Die Arche
Palaiochora
Die ermüdete Zeit
Albatros
Die Libelle
Zerstörung der Nacht
Gegenflug
Installation
Wo meine Augen Wohnen
In der Nähe der Wörter
Das Haus der Ameisen
Uhren
Zerstückelte Ferne
Einsamkeit
Spur
Tübinger Stift
Paiane I –VI
Schlusschor
Fledermausträume
Nachrichten vom Meer
Spiegel
Die fremde Lust
Wahrzeichen
Unsichtbarer Schleier
Oktopusschale
Flügelgedanken
Sinnengesang
Angst
Ode
Das Gesicht
Haus der Winde
Der Atem der Sphinx
Granatapfel aus Stein
Palladion
Vergina

Biographie und Veröffentlichungen
Nachwort

Leseprobe

In der Nähe der Wörter

Ich schneide
aus dem weißen Stein
das Licht
an das ich mich lehne
wenn die Nacht
in meine Träume
Scherenschnitte des Himmels zeichnet.
Ich schneide
aus hellen Buchstaben
ein Lied
das sich anhört
wie der Gesang
im Angesicht der Idole.
Ich schneide
Kleider aus meinen Silben
ich trage die Kleider
bis sie mir
in Lumpen vom Leib fallen.

Der Atem der Sphinx / Granatapfel aus Stein