Herausgeber


Hendrik Röder

Gesamtlaufzeit

61:20 Minuten

Audio-CD mit 16-stg. Booklet
zweifarbig
Digipack

ISBN

978-3-930752-37-9

Über das Hörbuch

Emmi Bonhoeffer (1905-1991) trug ihr Schicksal mit großer Tapferkeit und einer bewunderungswürdigen Selbstdisziplin. Ihr Ausspruch »Das ist nicht wesentlich!« bezeichnete den von ihr gelebten Verzicht ohne Bitterkeit. An der Seite ihre Mannes Klaus wusste sie um die Verschwörung vom 20. Juli 1944, in deren Folge er sein Leben verlor. Bis zu ihrem Tod hielt sie die Erinnerung an ihn und den Mut seiner Mitverschwörer wach.

Pragmatisch und einfühlsam half sie jenen, die seelische und materielle Not litten. So war es nur folgerichtig, daß sie im Jahr 1964 ihre Erlebnisse bei der Betreuung von Zeugen im Auschwitz-Prozeß in der Form sehr persönlicher Briefe an ihre in den USA lebende jüdische

Freundin Recha Jeszi niederschrieb. Auch vierzig Jahre später haben die Reflektionen und Gedanken Emmi Bonhoeffers ihre Gültigkeit behalten. Ihr Gespür für Gerechtigkeit und menschliche Notlagen lassen auch jene Erinnerungen zu, für die das kollektive Gedächtnis keinen Platz bereit hält. So erzählt Emmi Bonhoeffer auch vom Schicksal eines SS-Aufsehers in Auschwitz, der sich aus Verzweiflung zu den jüdischen Häftlingen in die Gaskammer stellte. Das vorliegende Hörbuch erscheint anläßlich des 100. Geburtstags von Emmi Bonhoeffer und basiert auf dem im Jahr 2004 von Sigrid Grabner und Hendrik Röder im Lukas Verlag veröffentlichten Band Emmi Bonhoeffer — Essay, Gespräch, Erinnerung.

Mit großer Sorgfalt hat sich die beliebte Schauspielerin Martina Gedeck den Texten Emmi Bonhoeffers genährt: schnörkellos und einfühlsam.

Inhalt

Martin Gedeck liest

Zivilcourage und Gehorsam
Brief vom 3. Mai 1964
Brief vom 10. Mai 1964
Brief vom 16. Mai 1964
Brief vom 24. Mai 1964
Brief vom 14. Juni 1964
Brief vom 21. Juni 1964
Brief vom 28. Juni 1964

Emmi Bonhoeffer im Gespräch

Rechtsbruch
Militärischer Widerstand
Akte Klaus Bonhoeffer
Trauriger Tod